Frühmorgens am Sonntag um 6 Uhr geht’s los. Voll beladen fahren wir mit den Autos Richtung Italien. Jeder an seinem Platz, so wie es die Kinder-Sommerlager-Gruppe geplant hatte. Nach der Grenze gab es den ersten Stopp, und alle konnten schon das erste Mal Italien-Luft schnuppern. Die Autobahnluft überzeugte uns aber noch nicht, und es ging weiter bis nach Misano, wo wir nach dem Mittag ankamen und endlich nach lang ersehnter Zeit das Meer vor uns hatten. Doch bevor wir das erste Mal im kühlen Nass planschen konnten, hiess es ab ins Zimmer und Siesta-Time. Danach hielt uns aber nichts mehr auf, und alle packten ihre sieben Sachen, cremten sich von oben bis unten mit einer dicken Schicht Sonnencreme ein, bliesen ihre Matratzen, Schwimmringe oder Schwimmeinhörner auf und zottelten mit seeeehr viel Enthusiasmus Richtung Strand. Frisch gestriegelt und gebürstet gab es um halb acht Uhr Abendessen. Wir staunten alle nicht schlecht, dass die Pasta, welche nach dem Salat serviert wurde, erst die Vorspeise Nr. 2 ist und nicht der Hauptgang. Naja. In unseren Schlemmermagen passte natürlich auch noch Fisch und Gemüse. Als es aber noch das sonntägliche Dessert gab, war es dann doch etwas zu viel des Guten. Gegessen wurde er aber trotz allem. Den Verdauungsspaziergang unternahmen wir durch das angrenzende Städtchen, um schon einmal einen Überblick zu erhaschen, wo wir am besten unser Ferien-Sackgeld ausgeben konnten und wo wir am Freitag unser Ferien- Abschlussessen haben werden.

Die nächsten Tage verbrachten wir ganz gemütlich am Strand, relaxten auf der Liege, planschten im Wasser, sammelten und tauchten nach jeglichen Muscheln, entdeckten Krebse, assen genüsslich im Ferienhaus das fein gekochte Essen und nach der Siesta das obligatorische Glace. Am Abend schlenderten wir meistens noch ein wenig durch das Städtchen und «chrömleten» dies und jenes, bis das Taschengeld alle war. Am Donnerstag ging es ab ins Mirabilandia, ein Freizeitpark mit vielen Bahnen für die Grossen, die Kleinen, die Mutigen und die Gemütlichen. Dafür standen wir eine halbe Stunde früher auf, um möglichst viel Zeit im Park zu verbringen. In Dreier-Teams machten wir eine Bahn nach der anderen unsicher. Zur Stärkung gab es für jeden einen liebevoll eingepackten Lunchsack aus dem Lagerhaus. Nach einem langen Tag mit vielen Auf und Ab, einigen Adrenalinkicks und ganz viel Spass fielen alle todmüde ins Bett.

Am Freitagabend, vor unserem letzten Tag am Strand, geht es zu unserem Abschluss chic auswärts ins Restaurant, wo wir nach Herzenslust bestellen konnten. Die einen assen eine Pizza, sehr zum Leid der Italiener mit Ananas, die anderen bestellten sich jegliche Arten von Meeresfrüchten und andere wiederum konnten der selbst gemachten Pasta nicht widerstehen.

Vollgas baden und das letzte Mal das Meer geniessen war die Devise am Samstag, bevor es am Abend ans Aufräumen, Packen und Autobeladen ging. Sonntagmorgen um 5 Uhr verabschiedeten wir uns mit noch leicht verträumten Augen und ein paar Tränchen vom Flair Italiens und reisten mit vielen Erinnerungen im Gepäck zurück ins Kinderhuus.